Stressfreie und schmerzreduzierte Geburt

"Wehen sind Schmerzen" - das behauptet fast jede Mutter. Dass das so ist, enspricht ihrer eigenen Erfahrung. Doch warum hat sie diese Erfahrung machen müssen?

Jeder sagt das - also wird dieser Schmerz auch erwartet. Der Schmerz entsteht in erster Linie aus der Erwartungshaltung. Selbst in der Bibel steht geschrieben:
"unter Schmerzen wirst du Kinder gebären". Meiner Ansicht nach ist das ein grober Übersetzungsfehler.


Wehen sind keine Schmerzen. Sie sind gleichzusetzen mit positiver Energie;
sie sind die Kraft, die unsere Kinder auf die Welt geleitet. Wehen sind ein positives Wirken der Natur und es wird Zeit, dass wir aufhören, sie mit negativen Empfindungen zu besetzen.

Wehen schieben das Kind langsam unserer Welt entgegen; anfangs sanft, zum Schluss mit Power. Erst die Angst vor dem Schmerz läßt ihn überhaupt entstehen;
Angst verspannt uns in dem Moment, in dem wir größte Entspannung bräuchten.

Warum?
Warum sind wir, kurz bevor wir unser größtes Glück in den Armen halten, so unsagbar verspannt? Anstatt voller Vorfreude diesen Moment zu erwarten?!


Wehen sind ein natürlicher Prozess und von der Zivilisation unberührte Naturvölker
nehmen diesen Prozess noch so an, wie er ist. Wir dagegen müssen hier einen Schritt rückwärts tun, zurück... ja, zurück zur Natur!

Wehen beginnen sanft,
ihre Kraft steigert sich langsam.
Wer sich hier in die Enspannung begleiten läßt, wird die Wehen auch weiterhin so annehmen können, wie sie kommen. Ohne Angst, ohne Anspanunng, ohne (oder mit geringer) Schmerzempfindung. .


HypnoBirthing ist eine entspannte Geburt durch die Visualisierung imaginärer Bilder.
Diese Bilder gebe ich - je nach Situation - vor.
Es handelt sich hier um eine angenehme Entspannung und nicht etwa um eine Hypnose, wie wir sie volkstümlich zu kennen meinen. (Schon Tagträume sind hypnoide Zustände - dies nur, um diesen Begriff mal zu entschärfen.)
Das Erlebnis der Geburt wird also nicht verpaßt, sondern sehr wohl ganz bewußt erlebt.


Babies, die eine solche Geburt erleben,
sind in der Regel sehr ausgeglichen.
Sie schreien weniger
und haben kaum Anpassungsprobleme.




Ich kenne HypnoBirthing aus eigener Erfahrung.
Obwohl es Ende der 80er Jahre noch kein Thema war,
unterwies mich eine damalige Freundin
sehr lange in der geburtsbezogenen Entspannung,
so dass ich diesen Weg alleine gehen konnte.

Allerdings lasse ich heute
keine Frau mehr diesen Weg alleine gehen.
Bei der Geburt meines letzten Kindes
verlor ich für kurze Zeit meinen entspannten Zustand
und es war sehr, sehr schwer,
diesen alleine wieder zu erlangen.
In diesem Moment hätte ich mir persönliche Begleitung
durch eine eigene Doula gewünscht.